Baccara - Baccarat

Baccara - Baccarat
Das Kartenspiel Baccara, auch Baccarat oder Bakkarat genannt, hat seinen Namen aus dem Französischen. Es wird, im Vergleich zu anderen Kartenspielen, mit sehr vielen Karten (zwei und mehr 52-Kartendecks) gespielt und zählt zu den herkömmlichen Glücksspielen in einem Casino.
Geschichte von Baccara
Auch bei diesem Kartenspiel kann die genaue Herkunft nicht bestimmt werden. Viele sind sich einig, dass es im 16. Jahrhundert in Neapel seinen Ursprung hat. Im Dialekt der Neapolitaner bedeutet Baccara nämlich Null und könnte mit dem Spielinhalt zusammen hängen. Jüngere Forschungen behaupten dagegen es sei erst im 16. Jahrhundert entwickelt worden, sodass es gar nicht so alt zu sein scheint.
Spielregeln von Baccarat
Das originale Baccara wird mit einem 52er Kartendeck mit französischem Blatt gespielt. Dabei benutzt man 6 komplette Decks, wobei abweichende Varianten möglich sind. Bei der Variante mit 6 Paketen werden jeweils 3 in einer Farbe und 3 in einer anderen Farbe gespielt. Beim Baccarat geht es darum 9 Punkte zu erreichen oder am nahesten an 9 Punkte heran zu kommen. Die Punkte werden wie folgt verteilt: Ass (1), andere Bilder und Zehner zählen gar nichts und die restlichen Zahlen sind entsprechend ihre Punktzahl wert.
Sollten die Karten zusammen 10 oder mehr Punkte wert sein, dann zählt nur die erste Ziffer der Summe. 8 + 7 sind zusammen also 15 und damit hat ein Spieler nur 5 Punkte erreicht. Ergibt die Summe 10 Punkte hat man in Wirklichkeit eine Null, auch Baccara genannt.
Die Tradition des Kartenmischens beim Baccarat sieht vor, dass der Croupier zunächst die Karten offen verdeckt mischt, anschliessend mit der Rückseite nach oben dreht und weiter mischt. Nachdem er die Karten zu einem Stapel geformt hat, darf der Spieler links neben ihm eine neutral gefärbte Karte dazwischen schieben, wo immer er möchte. Von dort hebt der Croupier die Karten ab und schiebt über der an 7. Stelle befindlichen Karte eine weitere neutrale Karte ein. Sollte beim Karten geben diese neutrale Karte erreicht werden, dann der 'Coup' noch zu Ende gespielt und es wird wieder neu gemischt.
Der Spieler rechts vom Croupier wird Banquier genannt. Er darf als Erster seinen Einsatz den Croupier geben. Gegen diesen Spieler werden nun die anderen Spieler setzen. Die Karten werden dann nach einem festen Schema verdeckt ausgeteilt. Der Spieler mit dem höchsten Einsatz bekommt die erste Karte, die zweite Karte erhält der Banquier und die dritte Karte wieder der Höchstwettende, die vierte Karte wieder der Bankhalter.
Der Höchstwettende wird Ponte genannt. Dieser schaut sich nun seine Karten an und zählt seine Punkte zusammen. Bei 0-4 Punkten legt er seine Karten verdeckt auf den Tisch und bittet um eine weitere Karte. Bei genau 5 Punkten kann er sich für eine weitere Karte entscheiden, muss aber nicht. Bei 6 oder 7 Punkten gibt er dem Croupier ein Zeichen und bekommt keine weitere Karte. Wenn er 8 oder 9 Punkte zählt muss er seine Karten aufdecken und der Bankhalter deckt ebenfalls seine Karten auf. In dem letzten Fall werden keine weiteren Karten mehr gezogen.
Ansonsten ist der Bankhalter dran und deckt seine Karten auf, welche er vorher nicht ansehen durfte. Sollte er 8 oder 9 Punkte zählen, dann darf der Ponte keine dritte Karte bekommen. 7 oder weniger Punkte erlauben es dem Ponte eine weitere Karte zu ziehen. Danach darf der Bankhalter noch ziehen. Dabei muss er sich an bestimmte Regeln halten. 7 Punkte erlauben keine dritte Karte. Wenn er 6 Punkte besitzt, dann zieht er nur, wenn er dem Ponte eine 6 oder 7 zutraut. Bei 5 Punkten verlangt er eine dritte Karte, wenn er denkt das der Ponte 5, 6 oder 7 Punkte hält. Mit 4 Punkten kann er eine weitere Karte bekommen und rechnet dem Ponte eine 1,8,9 oder 10 zu. Mit 3 Punkten vermutet er beim Ponte eine 8 und mit 0 bis 2 Punkten zieh er immer eine dritte Karte.
Gewonnen hat der Spieler, welche die höhere Punktzahl hat. Gewinnt die Seite des Pontes, so erhalten alle Mitspieler einen Gewinn in Höhe ihres jeweiligen Einsatzes. Gewinnt der Bankhalter so bekommt er einen 95% Gewinn seines Einsatzes, damit die Bank 5% Taxes = Gebühr verzeichnen kann.
Baccara ist kein sehr leichtes Spiel, zumindest was die Regeln angeht. Es vergehen einige Runden bis man das festgelegte Konzept verstanden hat. Bis auf die Höhe des Einsatzes und der Vermutung was der Ponte besitzt, kann der Bankhalter keinen Einfluss auf das Spiel nehmen, weshalb Baccarat ein fast reines Glücksspiel ist.
Durch die vielen Varianten gibt es die Möglichkeit für zusätzliche Regeln wie beispielsweise 'Banco' oder 'Suite'. Über die vielen Abwandlungen des Baccaras sollte man sich im Vorfeld informieren, damit man keine Fehler beim Spiel begeht und es zu unnötigen Verzögerungen kommt.